Amazons neue Multichannel-Tools: Bereite deinen Katalog vor dem Verbinden vor
Im September 2026 kündigte Amazon Multichannel-Verkaufstools in Seller Central an. Für kleine Händler stellt sich vor allem die Frage, wie sie ihren Produktkatalog auf die Verknüpfung vorbereiten können.
Was ist verfügbar und was ist geplant?
Laut Amazon wird die neue Oberfläche schrittweise für Verkäufer im US-Store eingeführt. Für die Tools fallen keine zusätzlichen Kosten an. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Verkaufs- oder Versanddienstleistungen kostenlos sind.
Zum Start können Verkäufer Konten bei eBay, Shopify, TikTok und Walmart verbinden, Angebote außerhalb von Amazon importieren und verknüpfen, Verkäufe und Bestellungen einsehen und Bestellungen kanalübergreifend abwickeln. Suche unter „Einstellungen“ nach den Multichannel-Einstellungen.
Amazon beschreibt außerdem geplante Funktionen: Beschreibungen kanalübergreifend aktualisieren, passende Titel und Produktdetails für die einzelnen Kanäle erstellen und umfassendere Berichte zur Rentabilität abrufen. Prüfe in deinem Konto, was tatsächlich verfügbar ist.
Die Ankündigung verspricht weder eine automatische Synchronisierung von Fotos noch Bilder, die sämtliche Plattformregeln erfüllen, noch weltweite Verfügbarkeit.
Unsere Empfehlung: Starte mit einer kleinen Auswahl aus deinem Katalog
Der Rest dieser Checkliste enthält unsere praktischen Vorbereitungstipps und keine Einrichtungsvorgaben von Amazon. Wähle einen Kanal und eine Handvoll Produkte, die du gut kennst. Nimm einen einfachen Artikel und ein Produkt mit Varianten dazu. So kannst du beides prüfen, ohne gleich deinen gesamten Katalog durchzugehen.
Sichere vor dem Verbinden eine Kopie der aktuellen Daten dieser Produkte und versieh sie mit einem Datum. Bewahre Angebotskennungen, Beschreibungen und Bilddateinamen auf. Damit hast du eine konkrete Vergleichsgrundlage, wenn du die verknüpften Angebote prüfst, besonders wenn mehrere Produkte ähnlich heißen.
Ordne jeder verkaufbaren Variante eine eindeutige Kennung zu
Erstelle eine einfache Referenztabelle mit einer Zeile pro verkaufbarer Variante. Erfasse deine interne SKU, die Angebotskennung jedes Kanals, Farbe, Größe, Material, Packungsmenge, enthaltenes Zubehör und die zugehörigen Bilddateinamen. Speichere Kennungen als Text, damit führende Nullen beim Bearbeiten der Tabelle erhalten bleiben.
Vergleiche jede Zeile mit dem tatsächlichen Angebot. Eine einzeln verkaufte blaue Tasse und ein Zweierset blauer Tassen brauchen getrennte Datensätze, auch wenn ihre Titel gleich beginnen. Zeigt ein Foto zwei Tassen, während die Beschreibung eine verspricht, kläre diese Unstimmigkeit vor dem Verknüpfen der Datensätze.
Lege auch fest, wer für Korrekturen verantwortlich ist. In einem kleinen Team kann eine Person die Referenztabelle pflegen, während eine andere die Fotos prüft. Ein gemeinsames Verständnis davon, was Käufer erhalten, ist hilfreicher als ein Ordner voller fast identischer Exporte.
Bewahre Originalfotos und getrennte Exporte für jeden Kanal auf
Wir empfehlen dir, ein unverändertes Original aufzubewahren und für jedes Ziel eindeutig benannte Exporte zu erstellen. Nimm SKU, Ansicht und Ziel in den Dateinamen auf, zum Beispiel mug-blue-single-front-ebay.jpg. Notiere kurz die Bearbeitungsschritte, damit du einen Export neu erstellen kannst, wenn sich das Produkt ändert.
Amazons Hinweise zur Produktfotografie betonen eine genaue Darstellung und empfehlen, Produktfotos mit weißem Hintergrund zusammen mit weiteren hilfreichen Ansichten aufzubewahren.
Amazons Hinweise zur Produktfotografie
eBays Bilderrichtlinie verbietet Fotos, die den Artikel falsch darstellen, sowie hinzugefügte Rahmen, Texte oder Marketingmaterialien und Wasserzeichen. Für eine Werbegrafik, die du für deine eigene Website erstellt hast, brauchst du deshalb einen separaten Fotoexport für eBay ohne diese Zusätze.
eBays offizielle Bilderrichtlinie
Öffne für unsere Stichprobenprüfung jeden fertigen Export und vergleiche ihn mit dem tatsächlichen Artikel. Prüfe, ob Farbkorrekturen naturgetreu bleiben, der Zuschnitt wichtige Teile erhält und beim Bereinigen des Hintergrunds kein Henkel, Kabel oder transparenter Rand verloren gegangen ist. Prüfe die exportierte Datei und nicht nur die Vorschau im Bearbeitungsprogramm.
Prüfe das Ergebnis der Verknüpfung, bevor du weitere Produkte hinzufügst
Prüfe nach der Einrichtung die ausgewählten Angebote sowohl im ursprünglichen Kanal als auch in Seller Central. Vergewissere dich, dass jeder verknüpfte Datensatz die richtige Variante bezeichnet. Vergleiche die sichtbaren Titel, den Lieferumfang und die Fotos mit deiner gespeicherten Referenz. Gleiche bei bestehenden Bestellungen die Kennungen und den Status mit der Übersicht des ursprünglichen Kanals ab.
Führe eine kurze Liste der Abweichungen und behebe sie, bevor du weitere Produkte hinzufügst. Ergänze die Stichprobe als Nächstes um ein ungewöhnliches Set oder eine kürzlich geänderte Variante. So bleibt die Prüfung überschaubar und du kannst einen alten Katalogfehler leichter von einer Unstimmigkeit unterscheiden, die erst bei der Einrichtung entstanden ist.
Bereite deine Dateien lokal vor
QuickPrepMedia kann dir bei der Dateivorbereitung helfen: Bilder zuschneiden, ihre Größe ändern, den Hintergrund anpassen, Formate konvertieren und Bilder für unterstützte Marktplätze im Browser prüfen. Deine Dateien werden lokal verarbeitet und von QuickPrepMedia niemals hochgeladen. Konten verbindest du und Angebote veröffentlichst du separat auf den Verkaufsplattformen.
Beginne mit den Produkten, die du zuverlässig prüfen kannst. Saubere Datensätze und eindeutig zuordenbare Fotoexporte bilden eine hilfreiche Grundlage für die nächsten Kanäle, die du verbindest.
Tools, die helfen können
Kostenlose privacy-first Browser-Tools - keine Uploads, keine Konten.
Amazon-Hauptbild-Prüfer
Prüfe Produktbilder anhand der grundlegenden Amazon-Anforderungen für Format, Abmessungen, weißen Hintergrund und Produktausrichtung.
eBay-Listing-Foto-Prüfer
Prüfe Listing-Fotos anhand der eBay-Bildanforderungen für Format, Abmessungen, Dateigröße und verbotene Overlays.
Bild zuschneiden
Bilder mit Seitenverhältnis-Voreinstellungen (1:1, 16:9, 4:3) oder freier Auswahl zuschneiden. Gib exakte Pixelkoordinaten ein oder ziehe die Zuschneide-Griffe.
Bild komprimieren
Bilddateigröße reduzieren, um Upload-Limits von Plattformen einzuhalten. Der Automatikmodus findet die beste Qualitätsstufe, der manuelle Modus gibt direkte Slider-Kontrolle.